Neuer Stellenwert von Fortbildung
Das Lernen von Erwachsenen im
Sinne des Lebenslangen Lernens wird immer wichtiger. Die Erstausbildung,
das Studium und andere Qualifizierungsmaßnahmen reichen nicht mehr für ein
erfolgreiches Berufsleben während mehrerer Jahrzehnte aus. Das gilt zunächst
für alle von uns, aber besonders für Ärzte, Apotheker, das medizinische und pharmazeutische
Personal, an die als Fachkräfte spezielle Erwartungen gestellt werden.
Neben der Entwicklung von Fortbildungsangeboten
mit Kurzzeitcharakter, wie Tagesveranstaltungen oder kollegiale Fallberatungen,
stehen wir für die Erarbeitung von Konzepten für Langzeitkurse, die sich über
Jahre erstrecken können.
Größerer Aktionsspielraum in den Kursen
Ärzte, medizinisches Personal und
auch Patienten wissen, welche Art der Fortbildung sie brauchen. Es geht weniger
um die Belehrung, als mehr um die individuelle Auseinandersetzung mit den
Themen und Fragestellungen, die Stärkung der Kompetenz und der Qualifikation.
Eine gute Fortbildung weitet den
persönlichen Gestaltungsspielraum in den Kursen aus und nimmt Rücksicht auf individuelle
Lern- und Arbeitstechniken. Von singulären Verarbeitungsphasen, über gemeinsame
Blitzlichtrunden bis hin zur Mitarbeit in Reflektionsgruppen reicht das
Spektrum der Möglichkeiten, um einige Beispiele zu nennen.
Der menschliche Faktor
Ein Fortbildungskonzept mit dem
Ziel der Vermittlung von aktuellem Wissen wird moderne elektronische Lernmethoden
einbinden. Die Frage jedoch ist, ob mediengestützte interaktive
Selbstlernprogramme mit gelegentlichen Präsenzseminaren ausreichen das Gelernte
zu verinnerlichen und zu leben? Wir meinen: nein.
Wissen in Können und Verhalten
umzusetzen verlangt nach Kommunikation und nach einem wertschätzenden Austausch
mit anderen. Aus diesem Erleben wächst der Wunsch nach dem savoir
faire und paart sich mit dem Willen zum Erfolg und dem Gefühl von
innerer Zufriedenheit.
Wir setzen uns ein für die
Entwicklung von Fortbildungskonzepten, die die Begegnung und die Live
-Kommunikation unter den Teilnehmern fördert. Ein Tagungsort in gehobenem
Ambiente, der dem hohen Leistungsanspruch an Qualität gerecht wird, stellt eine
wichtige Rahmenbedingung für uns dar und unterstreicht den hohen Wert der
Fortbildung.
Mehr Handlungserfahrungen vor Ort
Noch dominieren Vorlesungen,
Referate oder Vorträge den Wissenstransfer im medizinischen Bereich. Von den
Teilnehmern wird Zuhören als wesentlichster Leistungsbeitrag verlangt. Doch
gewusst heißt nicht gekonnt. Während sich der Zugang zu Wissen weiter
vereinfacht, wird der Umsetzung von Faktenwissen in die Praxis zugunsten der
alltagstauglichen Anwendung zu wenig Beachtung geschenkt.
Bei der Entwicklung der
Fortbildungskonzepte legen wir Wert auf die Vermittlung von
handlungstheoretischen Fachkenntnissen und schaffen Zeiträume zur Reflektion
und für Übungen, damit von erworbenem Wissen vor Ort Gebrauch gemacht werden
kann.